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26. November 2021 | Medienmitteilung
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Ethische und ökologische Indexfonds – echte Nachhaltigkeit statt Greenwashing.

So lange klare Regularien für den ESG-Nachweis bei ethischen und ökologischen ETF fehlen, sind Anleger gut beraten, die in einem Index enthaltenen Unternehmen selbst sorgfältig zu prüfen.

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Ethische und ökologische Indexfonds – echte Nachhaltigkeit statt Greenwashing.

Börsennotierte Indexfonds gelten als risikoarme Investments besonders für Kleinanleger. Dabei handelt es sich um eine Anlageform, die bereits in den Siebzigerjahren entwickelt wurde. Erste ETF beinhalteten vor allem die Aktien bekannter Blue-Chip-Indizes wie den Dow Jones oder den DAX, später kamen auf Länder, Regionen oder Branchen spezialisierte Indexfonds hinzu.

Immer noch spielen traditionelle Indizes die Hauptrolle, aber seit einigen Jahren machen auch ETF Karriere, die mit Begriffen wie „ethisch“ oder „nachhaltig“ operieren. In solche Indizes werden nominell Unternehmen aufgenommen, die definierte Kriterien erfüllen. Entsprechende Fonds führen oft Kürzel wie „ESG“ („Environmental, Social and Governance“, auf Deutsch „Umwelt, Soziales und faire Unternehmensführung“) oder SRI („Socially Responsible Investment“, auf Deutsch „sozial verantwortliche Investitionen“) im Namen.

Waren diese ETF anfangs noch Nischenprodukte, die von Institutionen aus den entsprechenden Bereichen ausgegeben wurden, hat die Zahl solcher Indexfonds, die auf dem deutschen Markt angeboten werden, in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Da aber bislang auf EU-Ebene keine klare Taxonomie für die Verwendung der erwähnten Etikettierungen implementiert wurde, kursiert immer wieder der Verdacht auf „Greenwashing“. Dies auszuräumen stellt eine Herausforderung für alle Beteiligten dar.

Denn angesichts dieser durch fehlende und unklare Regeln gekennzeichneten Situation stellt es für die Unternehmen eine große Herausforderung dar, ihre Prozesse so ESG-konform zu gestalten, dass sie zukünftigen Regularien standhalten.

Die Experten der UmweltBank empfehlen beispielsweise, die Liste der im Index vertretenen Unternehmen Punkt für Punkt durchzugehen, um herauszufinden, ob sie die gewünschten ESG- und/oder SRI-Kriterien tatsächlich unternehmensweit erfüllen. Je nach Konstruktion von Indizes und deren Regelwerken kommt es teilweise zu Indexzusammensetzungen, welche nicht zu dem gewünschten Ergebnis im Sinne von ESG / SRI führen.

Ebenfalls empfehlenswert ist ein Blick auf die jeweiligen Anbieter, besonders auf deren Erfahrung mit ethischen und ökologischen Indexfonds. Außerdem sollten Interessenten in den einschlägigen Foren und Gruppen zum Thema recherchieren, um herzufinden, wie es um den Ruf eines Anbieters in der Community bestellt ist.

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