
Episode 18
19.06.2026Michael Busack
Institutionelle Investoren verfügen heute über mehr Daten, Reports, Rankings und Scorings als je zuvor. Doch führt mehr Transparenz automatisch zu besseren Entscheidungen oder entsteht gerade dadurch neuer Nebel? In dieser Episode spreche ich mit Michael Busack über die Kunst, vor der eigentlichen Analyse die richtigen Fragen zu stellen. Es geht darum, welche Informationen in der Due Diligence wirklich Erkenntnis stiften, wo Scorings helfen und wo sie eine trügerische Objektivität erzeugen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie institutionelle Investoren im Datenlärm klar bleiben: Welche Signale deuten früh auf fehlende Substanz hinter professionellen Präsentationen hin? Ist Tiefe wichtiger als konsequentes Ausblenden irrelevanter Informationen? Und leidet der Markt tatsächlich unter zu wenig Transparenz – oder vielmehr unter der falschen? Eine Episode über Informationsqualität, Entscheidungsdisziplin und die oft unterschätzte Vorarbeit, ohne die auch die beste Analyse ins Leere laufen kann.


Michael Busack ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Absolut Research GmbH, die vor 25 Jahren ihre erste Fachpublikation zu Alternative Investments in Deutschland herausgegeben hat. 1997 hat er den heutigen Bundesverband für Alternative Investments (BAI) mitgegründet und war von 1999 bis 2010 sein stellvertretender Vorstandsvorsitzender. In 2013 folgte die Gründung des Hamburg Financial Research Centers (HFRC), dem er bis heute als Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats angehört.